Samstag, 19. September 2009

Ein Samstagnachmittag im September

Ein Samstagnachmittag im September
Momentan sind wir sehr wenige in der Gruppe. Einige kommen nicht mehr, die anderen hatten etwas vor. Schön war, dass A. trotz Geburtstag kam. Heute redeten wir auch über das Thema "Alkohol".Die 14 jährigen in der Gruppe sagten, dass sie noch nicht trinken dürfen, aber auch nicht wollen. Sie fänden Alkohol nicht gut. Sie erzählten von Gleichaltrigen, die sich jetzt schon "die Kante" geben und das fast jedes Wochenende. Den Alkohol brächten sie von zuhause mit.
Beim Erzählen merkte ich, dass auch "unsere Kinder" ziemlich gut Bescheid wissen und sie die Wirkung des Alkohols bestimmt irgendwann ausprobieren werden. Ich hoffe für alle, dass es dann gut ausgeht.

Montag, 17. August 2009

Samstag der 15.08.2009

Heute ist der letzte Feriensamstag.
Mal wieder kleine Besetzung. Wir sprachen über Urlaub. Das ist meist ein heikles Thema.
Ein Mädchen sagte, sie habe Angst, wenn in der Schule gefragt wird, wo sie im Urlaub waren.
In ihrer Familie geht es einfach nicht. Das Geld ist knapp. Aber trotzdem freuen sich alle, wenn ein anderer aus unserer Gruppe erzählt, dass er ein paar Tage mit der Mutter an der See war.
Am Ende der Gruppe wurde beschlossen, dass wir im Sept. oder Oktober mal wieder alle ein gemeinsames Wochenende verbringen werden. Darauf freuen wir uns jetzt schon.

Samstag, 18. Juli 2009

Ferienzeit

Heute war nur ein ganz kleiner Kreis da und wir haben
uns über Urlaub unterhalten.
Haben überlegt, ob wir nicht mal wieder ein
Kurzwochenende in Vallendar bei den Pallottinern
verbringen sollten.
Beschluss:
Wir werden es uns mal kurzfristig überlegen.

02.Juni 2009

Heute ging es um das Thema:
Was hat uns in der "Trinkzeit" unserer Eltern oder Angehörigen gefehlt?
- die Zuneigung
- das Vertrauen
- das Verständnis
- das Zuhören
- die Ehrlichkeit- es wurde viel gelogen
- gemeinsame Aktivitäten
- gemeinsamer Urlaub
- Freunde, die mich besuchten
- Geld,- ja,- Geld hat auch gefehlt
- eigentlich ziemlich viel
Es kam eine rege Diskussion zustande.
Dann fragten die Kinder, warum die Erwachsenen
oft sagen:" Mein Kind hat nichts gemerkt!"
Sie hätten es wohl gemerkt, nur, was hätten sie
tun sollen?
Gute Frage....

Dienstag, 14. Juli 2009

Am 16.05.09


Auch heute haben wir wieder mit einer Runde angefangen, in der jedes Kind seine Probleme erzählen kann.

Heute ging es um Besuch bei einem Elternteil, wenn diese getrennt leben. Ein Mädchen erzählte, dass es sehr weh tut, wenn versprochen wird, zu kommen oder was zu schicken, aber nichts passiert. Sie hat nachgefragt, es wurde wieder versprochen und wieder passierte nichts.

Dann denke ich, warum machen die Erwachsenen das? Fühlen sie nicht selbst, dass es ihrem Kind wehtut? Das Mädchen hat dann in der Gruppe einen Brief an ihren Vater geschrieben.

Später hörte ich, dass er sich jetzt endlich gemeldet hat.

Auch von Problemen in der Schule wurde erzählt.

Dann kam noch ein wichtiges Thema:

Es ging um Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern und Kindern- einfach generell.

Ein größeres Thema war, wie lange darf ein Kind am Abend wegbleiben?

Natürlich kommt es auf das Alter an. Oder, wohin es gehen möchte.

Darf man einfach über Nacht wegbleiben, ohne Bescheid zu sagen usw.?

Hier ging eine rege Diskussion los. 12- 15 jährige hatten verschiedene Meinungen.

Dann haben die Kinder noch einige positive Beispiele aufgezählt, damit sie zufrieden und glücklich leben können.

- ich muss mich selber mögen

- ich muss über Probleme frei reden

- ich muss versuchen mein Leben und mich selber zu schätzen

- ich sollte aber auch Interesse an anderen haben

Sonntag, 3. Mai 2009

Unser neues Tagebuch

Ab jetzt werde ich - Christa Gattwinkel- euch immer einen kleinen Einblick in die Gruppenstunden geben, damit ihr sehen könnt, was wir machen. Vielleicht fällt euch dann der Weg in unsere Kindergruppen leichter. Ihr wisst ja, dass Kinder/Jugendliche und Erwachsene je einen extra Raum zur Verfügung haben, damit sie reden können. Später kommen alle wieder zusammen.

18.April 2009

Heute hatten wir volles Haus und unsere Gespräche dauerten fast 1 ½ Stunden. Probleme in der Schule und Zuhause wurden angesprochen. Das Thema Alkohol war ebenfalls ein wichtiger Punkt über den geredet wurde. Da ich ja auch Schweigepflicht habe, werde ich hierüber nicht schreiben können um niemanden zu verraten.

Wir haben nach Lösungen gesucht um einiges zu verstehen. Dann haben wir über Dinge gesprochen, die uns ärgern.

Z. Bsp.: Dass die Erwachsenen oft meckern - manches nicht verstehen- aber auch nicht fragen, oder sich erklären lassen. Sie hören einfach nicht richtig zu. Fürs Spielen haben sie oft keine Zeit, aber dafür können sie stundenlang telefonieren.

In der Schule versuchen die großen Kinder die kleinen zu schlagen oder verlangen etwas von ihnen, was dann natürlich Ärger gibt. Wir sprachen über Freunde und Freundinnen über Geschwister und vieles mehr.

Die Kinder haben sich an diesem Nachmittag mal so richtig „Luft“ gemacht, sie haben gemalt und zum Schluss habe ich mit den Kleineren eine Fantasiereise auf eine wunderschöne Insel gemacht. Mit einem schneeweißen Schiff sind wir dorthin gefahren, haben unsere Probleme dort gelassen und als alle wieder zurückkamen, strahlten die Augen schon beim Erzählen.

Zum Abschied schenkte ich ihnen noch einen kleinen „Kraftstein“. Nachdem sich alle noch mit Kaffee, Tee und Kuchen gestärkt hatten, ging unser Nachmittag zu Ende.