Dienstag, 21. Juni 2022

 

In der Gruppe im Juni haben die Kleinsten ein Plakat erstellt. Sie haben aufgemalt, was sie sich in unserer Freizeit wünschen. Also, ich muss sagen, das sind ganz bescheidene Wünsche, die auch leicht zu erfüllen sind. Hier kann man sehen, dass ihre Mütter alles richtig gemacht haben. Ich bin echt stolz auf diese Familien. Nach der Gruppe wollte ein Mädchen 10 Jahre mal mit mir sprechen, es ging um die Mutter. Als wir nicht weiterkamen, holten wir die Mutter dazu und somit konnte schnell  eine Lösung gefunden werden. Schön war auch, dass ein Junge, der länger nicht mehr in der Gruppe war, mich anrief, ob er wieder kommen dürfe. Aber ja doch! Ich freute mich riesig, weil er jetzt einen anderen Weg versucht, nämlich doch zu reden. Er kam länger nicht, weil es ihn schmerzte über seinen Vater zu reden, der sie verlassen hatte. Sollte jetzt noch jemand sagen Kinder brauchen keine Hilfe, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Ich sage es noch einmal: Kinder brauchen unsere Hilfe, wenn ihre Eltern suchtkrank sind.

Mittwoch, 1. Juni 2022

 Im Mai war ich gerade an dem Gruppenwochenende in Hamm zur Bundeskonferenz 125 Jahre Kreuzbund.

Franzi, die mir behilflich sein möchte, war an diesem Nachmittag alleine mit den Kindern. Ich dachte, irgendwie muss sie mal anfangen. Rene unterstützte sie dabei, habe ich gehört. Mein Gedanke ist, ich werde Franzi ab jetzt so einige Aufgaben übergeben, damit die Kinder sich auch an sie gewöhnen. Ich denke, das ist der richtige Weg und auch für Franzi eine Sicherheit. 

Jetzt planen wir unsere Ferien-Freizeit. Schade, dass so einige nicht mitkönnen, wegen Umzug oder so. Egal, wir werden das Beste daraus machen und hoffen, dass nächstes Jahr wieder alle zusammen sind. Möge Corona dann vorbei sein oder wir es im Griff haben. Vergesst nicht unsere nächste Gruppenstunde am 18. Juni um 14 Uhr in Altenhundem. Bis dahin und bleibt gesund!


Montag, 11. April 2022

Wir hatten am Samstag eine sehr kleine Gruppe, aber sehr intensiv. Für die neue Mutter, momentan noch ohne Kind, konnte es besser gar nicht sein. Jeder hatte genügend Raum zu erzählen. Dann bekam ich eine Riesenüberraschung. L., gerade mal 18 hat mich gemalt und mir dann das Bild im Namen der Gruppe überreicht.

Ich war total sprachlos, es war- quatsch, es ist einfach nur schön.
Dann waren wir mit einer kleinen Besetzung zur Beisetzung von unserer Steffi nach Meschede gefahren. Ein total trauriger Anlass. In den nächsten Gruppenstunden werden wir Steffi einfach nur vermissen. Sie war ein ruhender Pol bei den Erwachsenen. Ihr Pflegekind muss jetzt ohne sie zurechtkommen, hat aber immer noch liebe Menschen an seiner Seite.
Jetzt wünsche ich allen frohe Ostertage, passt gut auf euch auf und bleibt gesund.

Sonntag, 3. April 2022

 Leider musste der Februar wieder ausfallen und auch der März. Aber jetzt am 09.April geht es wieder los und es wird höchste Zeit. Wie schon vorher immer gesagt, keiner ist in dieser Zeit alleine gelassen worden. Wir haben immer Kontakt gehalten, so gut es ging.  Leider haben wir etwas Trauriges zu berichten: Steffi, eine Pflegemutter bekam Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als sie nach schweren Kämpfen auf dem Weg der Besserung war, wollten Leber und Nieren nicht mehr arbeiten. Steffi hat somit den Kampf verloren. Wir alle sind sehr traurig, weil Steffi fast 15 Jahre mit ihrem Pflegekind in unsere Gruppe gekommen ist. Am 08.04. ist die Beisetzung und wir hoffen, dass Gott sie in seine Arme geschlossen hat, damit sie sich auch im Himmel wohlfühlt. Ihrem Pflegekind hat sie alles beigebracht, damit es fast alleine leben kann und somit konnte sie auch in Ruhe loslassen. Alles Gute, liebe Steffi, wir sehen uns wieder, da bin ich mir ganz sicher.

Wenn wir am 09.04 Gruppe haben, werden wir ganz fest an Steffi denken und liebe Grüße nach OBEN schicken.

Sonntag, 2. Januar 2022

 Heute möchte ich alle ganz herzlich im neuen Jahr 2022 begrüßen.

Ich muss noch einmal auf das alte Jahr blicken und ein dickes DANKE da lassen.

Trotz Corona haben wir doch so einige Spenden bekommen und wurden nicht vergessen. Herzlichen Dank allen, die an uns gedacht haben. Wir planen in diesem Jahr einfach mal eine Freizeit und hoffen, alles durchführen zu können. Das ist für unsere Gruppe so enorm wichtig, weil diese Familien meist keinen Urlaub machen können, weil die "Mittel" fehlen. Und dann einmal unbeschwert eine Woche zu genießen, ist einfach ein Geschenk. Es ist so schön, wenn man sieht, wie Eltern, Vater oder Mutter mit ihren Kindern, ihrem Kind etwas Gemeinsames machen.... das fängt schon beim Frühstück an und endet am Abend beim gemeinsamen zu Bett gehen. Ich schicke dann immer ein dickes Danke zu allen Spendern, denn ohne sie wäre es nicht möglich.

Im Dezember hatten wir eine kleine Weihnachtsfeier geplant mit einem Kinobesuch und Pizzaessen. Leider haben wir alles wegen Corona ausfallen lassen. Aber das alles können wir nachholen, nur die Gesundheit nicht.

Wenn alles gut geht, treffen wir uns am 15.01.22 zum Austausch. Bestimmt werden alle viel zu erzählen haben. Wir werden noch einmal einen kleinen Rückblick halten und spüren, dass unsere Gruppe ein wichtiger Bestandteil geworden ist. Hoffentlich klappt es !!!!!

Donnerstag, 4. November 2021

 Im Oktober waren wir eine ziemlich kleine Gruppe, mehr Erwachsene als Kinder. Aber gar nicht schlimm. Weil Allerheiligen vor der Tür stand, hat jedes Kind ( 2 Kerzen fehlen) eine Kerze angemalt um sie später auf den Friedhof zu stellen. Dabei sprachen wir noch einmal über den Tod, was uns allen sehr gut tat. Heute habe ich auch Franzi und Jessica mit einbezogen, weil sie mich gerne unterstützen möchten. Hoffe nur, dass sie dabei bleiben!!!!

Nach unserer Redestunde kamen die Erwachsenen dazu und wir haben einen Vortrag über Mobbing im Internet gehört. Auch hier konnte ich einen Erwachsenen motivieren, sich einen Vortrag der Polizei anzuhören, um uns später darüber zu unterrichten. Die Kleinen spielten derweil, weil der Vortrag für sie noch nicht relevant war. Ehrlich gesagt, ich war total zufrieden, weil ich merke, wenn ich alle ein wenig mehr mit einbeziehe, dann wird die Gruppe auch weiterlaufen, wenn ich mal nicht mehr so kann, wie ich möchte. Wir freuen uns jetzt schon wieder auf die nächste Gruppenstunde am 20.11. um 14 Uhr. Bleibt alle gesund und wohlauf. 

Dienstag, 28. September 2021

 





25 Jahre Smily Kids

Mit klopfenden Herzen und bepackt mit Plakaten, Flyern etc. und Bine unserer Handpuppe, die auch heute 25 Jahre alt wurde, fuhr ich am 18.09.21 schon zeitig zum Kulturbahnhof nach Grevenbrück um mit einigen Helfern unsere Feier vorzubereiten. Wir mussten uns etwas Platz verschaffen, weil momentan eine Kunstausstellung mit vielen Kuh- und Ziegenbildern unter dem Namen Ku(H)nst stattfand. Wundert euch nicht, wenn auf vielen Fotos immer eine Kuh oder eine Ziege um die Ecke schaut.

Als es dann endlich 14 Uhr wurde, kamen schon die ersten Gäste und bis 14:30 füllte sich langsam der Saal und unsere 70 Stühle waren schnell besetzt. Natürlich waren alle auf 3G`s geprüft worden, wir wollten ja kein Risiko eingehen. Mein Herz fing an ruhig und gleichmäßig zu klopfen, als Franzi Kober anfing unsere Smily Kids-Kerze mit ihren vielen Symbolen vorzustellen und anzuzünden. Dazu hatte sie extra eine Geschichte geschrieben. Danach schenkte uns Herr Dechant Andreas Neuser aus Attendorn einen geistlichen Impuls, den er mit liebevollen Worten einleitete. Nach dem gemeinsamen Lied “Das Brot, das wir teilen….“, begleitet von Herrn Rainer Zingler am Flügel, begann ich mit der Begrüßung, bevor wir unserer Schirmherrin Frau Andrea Stollfuß das Mikrofon überließen. Als Andrea dann sagte: „Du hast dir Handeln auf deine Fahne geschrieben und auch wenn dir Steine in den Weg gelegt wurden, hast du diese als Ansporn genommen um weiter zu machen!“ Wie Recht sie hatte, und schnell schickte ich ein Danke nach OBEN zu meinem Mann Rudolf, der mich immer wieder anspornte weiterzumachen.

Heute aber war ein wichtiger Tag, weil wir zeigen wollten, was in der Smily Kids Gruppe steckt. Das fing schon ziemlich zu Anfang an, als Basti kam. Der damals 10-jährige Junge, mit dem ich 1996 nur mal reden wollte. Die Mutter aber meinte, da wären doch auch noch mehr Kinder… ja,- und so ist die Gruppe entstanden. Als Basti, der baumlange Kerl, jetzt 35, mich in die Arme nahm, mussten ich ganz schön mit den Tränen kämpfen, aber ihm selbst ging es ähnlich. Schade, seine Mutter ist 2000 an Krebs verstorben und sein Vater Anfang des Jahres, er kam einfach nicht los vom Alkohol.

Jetzt ging es los mit Grußworten. In der WP stand später, dass zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft der Einladung gefolgt waren. Stimmt! Zwischen den Grußworten wurde es sehr emotional, weil ab und an eine der drei Mütter, die erzählen wollten, ans Mikrofon kam, ihre kleine Tochter neben sich und erzählte kurz ihre Geschichte. Als sie noch konsumierte, wie sie kämpfte um davon loszukommen und wie sie dann mit der Kleinen in die Smily Kids Gruppe kam. Jede der drei Frauen hatte ihre eigene Geschichte und ich sah, dass einige im Raum ihr Taschentuch herausholten und sogar Männer etwas hinter ihrer Brille wegwischten. Ich war so stolz auf die Frauen, weil ich wusste, wie schwer es ihnen viel darüber zu reden und dann noch vor so vielen Menschen. Aber auch die Kinder machten mit. Eins der Mädchen (8 Jahre) hatte extra eine Geschichte geschrieben, die sie vorlas: Der Mondmaler, der zum Alkoholiker wurde, dann aber jemand kennenlernte und damit ein neues Leben begann. Na,- woher sie das wohl hatte? Ein anderes Mädchen sagte ein Gedicht auf. Das dritte Mädchen zeigte mit einer einzigen Bewegung wieviel Kinder aushalten müssen und sie trotzdem ihre Väter lieben, obwohl sie immer und immer wieder enttäuscht werden. Spätestens hier, verstand jeder im Raum, was in unserer Gruppe geschieht. Es kam rüber, was wir zu sagen hatten. Ein dickes Dankeschön an die mutigen Mütter und ihre Mädchen. Unsere Botschaft wurde gehört!

Dann verzauberte uns Rene` mit seinen Zaubertricks. Er war das Kind, das jahrelang nur mit Bine der Handpuppe sprach. Super, was aus diesem kleinen Kerl geworden ist!

Gefreut haben wir uns auch, dass unser Kreuzbundvorstand vom DV Paderborn (alter und neuer) dabei war und Elisabeth Keller uns Grüße von den Smily Kids aus Dortmund überbrachte. Gisela Schulz aus Düsseldorf erzählte kurz, dass ich auf ihrem Sommerfest vom Kreuzbund angefangen habe, die Gruppe vorzustellen. Herzlichen Dank euch allen.

Zwischendurch kam etwas zum Entspannen, denn unser Pianist war auch der Orgellehrer unseres Sohnes Jörg vor ca. 36 Jahren. Sie spielten 4-händig auf dem Flügel „Die spanischen Tänze von Moritz Moszkowski“. Wir konnten uns zurücklehnen und entspannen. Einfach nur schön!

Rudi Kober kommt auch schon fast 20 Jahre mit seiner Frau in die Gruppe und hatte sich sehr viel Mühe gemacht um die Chronik „25 Jahre Smily Kids“ vorzutragen. Er hat mir auch geholfen, das Programm in Form zu bringen und gedruckt. Franzi, seine Enkeltochter, versucht mit in unsere Gruppe einzusteigen, damit alles weitergeht, wenn ich mal nicht mehr kann.

Aber bevor wir zum gemütliche Teil hinüber gingen, hörten wir noch das Lied: „Gib einem Kind deine Hand“….sehr emotional gesungen von Tatjana Hundt und begleitet von Karl-Heinz Wortmann auf der Gitarre. Hupsch! Da löste sich doch schon wieder eine Träne….Eigentlich hätte ich jetzt „losheulen“ können, weil ein wunderschönes Jubiläum zu Ende ging und unsere Botschaft angekommen ist.

„Kinder brauchen unsere Hilfe, wenn ihre Eltern suchtkrank sind“.